So fest eingewurzelt war der Glaube an das Schlossgespenst, dass noch um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts der damalige Pfarrer des Ortes versichert hat, er habe, wenn er von seinen Dienstgängen nach Kranichfeld oft spät in der Nacht zurückkehrte, bei Abwesenheit der Schlossherrschaft einen von Fenster zu Fenster sich durch das ganze Schloß fortbewegenden Lichtschein deutlich gesehen.

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Unwillkürlich taucht die Gestalt des alten Pater Dietericus auf und sein Abenteuer mit der weißen Frau!

Aber auch von anderer glaubwürdiger Seite ist die Beobachtung des Pfarrers bestätigt worden.

Der im Dorfe wohnende Kutscher des Schlosses, mit Namen Boll,ein baumlanger, starker, bedächtiger Holsteiner, er ist im Weltkriege gefallen, sah eines Abends denselben wandelnden Lichtschein in den Fenstern des Schlosses. Da er Einbrecher vermutete, ist er hinaufgegangen, hat die in der Vorburg wohnende Wirtschafterin geweckt und mit ihr das ganze Haus durchsucht, ohne etwas zu finden.

Also doch --- die weiße Frau! (...)